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3. Spetember 2016. Was für ein Tag! Viel 1000 Mal Danke für alle, die dabei waren und allen, die im Hintergrund zum Gelingen meiner Abschlusslesung beigetragen haben! Das Format "Bewegte Lesung" war für Stade sicher ungewöhnlich und nicht jeder konnte sich etwas darunter vorstellen oder war bereit, eine Lesung in so ungewohntem Rahmen mitzuverfolgen.

Stader Uul CrewDeswegen war meine Freude um so größer, als sich so nach und nach das Publukum heute um elf Uhr am Rathausbrunnen versammelte - dem Nieselregen zum Trotz waren sie teilweise sogar aus Cuxhaven und Otterndorf extra mit der Bahn angereist! P9034606kl

Vor allem glücklich war ich aber auch, dass einige der wunderbaren Menschen, die meinen Stade-Aufenthalt begleitet und geprägt haben, dabei waren und im wahrsten Sinne des Wortes hinter mir standen, um die Performance "Von Wind und Moor" durch die Stadt zu tragen. Zunächst gab es zu zarten Musikklängen (Sarey Sahin) eine wortlose Performance über das Kennen lernen. Genauso wie ich in Stade zu Anfang schüchtern nach Kontakt suchte, an manchen Stellen auf verschlossene Türen traf und an anderen Orten warmherzig aufgenommen wurde, genauso entwickelten wir es in kleinen Bewegungsspielen am Brunnen.

UulDann kam Dynamik auf und wir zogen mit dem Ausruf "Hey sieh mich an!" gen Hökerstraße. Dort mussten wir dann auch einige Schwierigkeiten managen, nicht jeder ist begeistert über ein buntes Völkchen in der Stadt. Ein Umzugswagen forderte seinen Platz, ein Tourist wollte ausgerechnet von unserer Gruppe wissen, wo es lang ging....aber es gab auch Touristen, die staunend einen Moment inne hielten und lauschten. So ist das im Leben, so ist das für einen Schriftsteller, so ist das in einem Stipendium: Es gibt Hindernisse, es gibt Störfelder, aber es gibt auch einen kreativen Fluss, der nicht aufzuhalten ist....

Als nächtes begannen wir Sätze aus meinem Buch "Nebenan" zu deklamieren. Zunächst war das Publikum irritiert, konnte angesichts der Nebengeräusche nicht gut verstehen, aber dann entstand, wie gehofft, der Effekt, dass das Publikum immer näher rückte, um zu hören. Einzelne Sätze, die Assoziationen schaffen konnten, Sprachbilder, vom Moor, von Farben.....

Anschließend wanderten wir weiter in die Buchhandlung Schaumburg, wo wir schon erwartet wurden. Die Musiker Saray Sahin und Wolfgang Ahrens hatten ihre Instrumente dorthin getragen und begrüßten uns mit sanften Klängen. Für einen kleinen Teil des Publikums gab es auch Stühle und dann wurde es ganz konzentriert und leise, als wir mit Musik und Text und Spiel in die Naturwelten meiner Gedichte eintauchten. P9034679kl

Ich erzählte vom Moor, vom Wind,von Leuchttürmen.....und alle lauschten gebannt. Der Applaus anschließend war laut und ehrlich. Viele kauften Bücher, holten sich Autogramme und sagten mir anschließend noch einmal, wie sehr sie von all dem berührt worden seien....Das war wunderschön! Und zum Glück ist es noch kein endgültiger Abschied, für die letzten Tage in Stade habe ich noch viele Verarbredungen und manches wird wohl auch darüber hinaus gedeihen...Kunst verbindet!

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