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5. September 2016. Letzte Tage sind nicht das Letzte, sondern das Sahnehäubchen auf einer schönen Zeit, das kann ich mit ganzem Herzen sagen. Was sich jetzt noch so ereignet, ist herzerwärmend. Heute Abend war ein Kommen und Gehen im Pförtnerhaus und dazwischen Klänge, Gespräche, Adressenaustausch....

Da wächst eine kreative Gemeinschaft heran, die hoffentlich über das Stipendium hinaus Bestand hat. Ich bin völlig begeistert, dass sich hier in dem historischen Haus Menschen aus Stade treffen, die sich bishe rnicht kannten und dann sofort einen Draht zueinander haben! Es sind nicht nur die Blumen vor dem Häuschen gewachsen offensichtlich! Gitarre, Geige, Texte....ey, da geht noch was!!!

Vorhin habe ich übrigens noch im Musikhaus Magunia vorbei geschaut, um zu fragen, ob sie den heutigen Zeitungsartikel über die Stader Uul im Tageblatt wahrgenommen hatten. Da bin nämlich nicht nur ich als Eule zu sehen, sondern ich töne auch mit einer Holzeule, die ich im Musikhaus gekauft habe. Das hat die Magunia-Menschen gefreut. Dieses Musikhaus ist auch ein kleines Wunder, da hatte ich mich vor meinem Stipendium schon darauf gefreut, dass ich dort Zeit verbringen konnte. Es hat eine ungewöhnlich große Zahl an Instrumenten im Angebot, aber auch Noten und musische Accesoires und sehr kundiges Personal. In diesem Laden lässt sich ganz wunderbar die Zeit vergessen.....Baumhaus

Ein anderes High light der letzten Tage war mein zweiter Besuch im Baumhaus, dem privaten Museum, das am Ende des Fischmarkts steht. Ehemals wurde dort mit einem Baum die Zufahrt zum Hansehafen geregelt.

Beim ersten Baumhausbesuch war ich unterbrochen worden, aber diesmal blieb genug Zeit, um das liebevoll in mühsamer Handarbeit restaurierte Haus zu besichtigen, das ein unglaubliches Stade-Archiv enthält. Es gibt dort fast nichts, was es nicht gibt, von Fotodokumentationen über Hüte bis zu Gruselkisten mit toten Ratten.

Mich interessierte natürlich vor allem die Geschichte des Pförtnerhauses. Noga oelEinst wurde dort Öl produziert, für Maschinen, Schuhcreme und sonstigen Gebrauch. Dosen, Korrespondenz und vieles mehr aus dieser Zeit sind erhalten. Aber auch noch von der Bierbrauerei, dem Bergschlösschen, das dort zunächst angesiedelt war (um 1900), sind  Bierflaschen und Briefe fein säuberlich im Regal sortiert.

Ein Ausflug in eine andere Zeit, der sich unbedingt lohnt!

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