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07. September 2016. Natürlich gehen drei Monate Stipendium nicht spurlos an einem Menschen vorüber. Nebst einer großen Souvenirtüte, nehme ich tausend tolle Erinnerungen an diese Zeit und auch ziemlich viele Texte mit.

Und wie erkennt man, dass man eine Stader Uul war?

Man erkennt es daran,

  1. dass man überall Eulen sieht,
  2. dass man in einem Satz erklären kann, dass Stadtschreiber nicht über Städte schreiben und deswegen in Stade Eule heißen (und auch nicht über Eulen schreiben),
  3. dass man zum Frühstück Gedichte von Matthias Witzig liest, statt der Zeitung,
  4. dass man jeden Laden mit den Worten betritt: „Entschuldigung, haben sie noch geöffnet?“,
  5. dass man sich beim Kuchen essen überlegt wie Monika Heil in ihren Stade-Krimis die Opfer vergiftet,
  6. dass man nur noch Äpfel aus dem alten Land kauft,
  7. dass man Steinkirchen mit internationalem Frühstück verbindet,
  8. dass man die Gruselkisten im Baumhaus kennt,
  9. dass man Regen für eine Begleiterscheinung von Sonne hält,
  10. dass man als Biologin Schiffe statt Vögel beobachtet,
  11. dass man weiß, wo es in Stade um 21 Uhr noch etwas zu essen gibt,
  12. dass man (mindestens) eine Elbe-Tasche besitzt,VIGLimitTascheundHafenkran
  13. dass man auf dem Hafenkran ganz oben war,
  14. dass man unzählige Fotos vom Pförtnerhaus besitzt,
  15. dass man Erhebungen über acht Meter als Berge bezeichnet,
  16. dass einem Worte wie Koog, Twiete, Geest und Düdenbüttel ganz selbstverständlich über die Lippen gehen,
  17. dass man eine Mückenfangtechnik für vier Meter hohe Räume entwickelt hat,
  18. dass man verirrten Elbe-Radlern nicht nur den Weg erklären, sondern auch noch die Auswahl zwischen dem schönsten und schnellsten Weg beschreiben kann,
  19. dass man sich nicht mehr wundert, wieso es links herum und rechts herum genauso schnell zum Bahnhof geht, weil es in Stade einfach keine großen Entfernungen gibt,
  20. dass man denkt, das Navigationsgerät hat sich versprochen, wenn es etwas anderes als „geradeaus“ sagt,
  21. dass man nie nie nie wieder, den Namen Stade hören kann, ohne zu sagen „Da habe ich Mal gelebt!“
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