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Fitnessbooster-Februar

Fitnessbooster-Februar

400 Meter laufen ist nicht weit. So fängt es an, im Februar. Am nächsten Tag sind dann 800 Meter fällig, danach 1,2 Kilometer, da muss man noch keine Sportsachen anziehen, aber vor die Tür gehen. Das ist der Gedanke beim Fitnessbooster, den Wattzeit.de alljährlich virtuell organisiert. Wer sich anmeldet, steht in einer Liste und sieht, ob die anderen schon gelaufen sind oder noch nicht. Wer mag, lädt ein Foto hoch und dann können die anderen sehen, wie jemand durch Regen und Schnee stapft.

Tatsächlich gab es wettermäßig in diesem Februar das ganze Programm. Minusgrade und Glatteis, unerwarteter Schnee und am Schluss plötzlich 20 Grad und Sonnenschein. Jeden Tag sind 400 Meter mehr Pflicht, so dass am Schluss 11,2 Kilometer als Mindeststrecke gelten. Längere Strecken laufen darf jeder natürlich auch. Das habe ich oft gemacht, weil es schwierig ist, sich mit Freunden zu verabreden, nur um drei oder vier Kilometer zu laufen. Aber dabei muss man eben im Hinterkopf haben: Morgen musst Du wieder los.

Entsprechend habe ich auf meine geliebten langen Läufe eher verzichtet. Ich habe auch manches Mal geflucht, wenn ich morgens um 6 Uhr bei Schneeregen über meine geliebte Trasse schlitterte. Aber zugleich habe ich mich gefreut, denn eine Challenge ist eben nur eine Challenge, wenn es auch Mal schwierig ist.

Es ist die tägliche Frage, wie bringe ich die Laufkilometer unter, habe ich überhaupt noch trockene Sachen und welche Temperatur erwartet mich heute? Am Schluss gibt es dann eine chice Urkunde und sogar eine Medaille für alle, die durchhalten. 282,4 Kilometer haben sich bei mir gesammelt und im Rückblick war es vor allem eins: Ein Abenteuer direkt vor der Haustür!